Die manuellen Prozesse erzeugen Kosten auf mehreren Ebenen. Direktkosten: Jede telefonische Bestellannahme bindet 15–25 Minuten Innendienst-Zeit. Bei 100 Bestellungen pro Tag sind das 25–42 Stunden Innendienst-Kapazität — täglich. Fehlerkosten: Manuelle Bestellerfassung hat eine typische Fehlerquote von 2–5 Prozent. Opportunitätskosten: Ihr Innendienst bearbeitet Routinebestellungen statt sich um komplexe Anfragen, Neukundenakquise oder Bestandskundenbetreuung zu kümmern. Skalierungskosten: Jeder neue Kunde erhöht die Last auf den Innendienst.
Shopware B2B-Portal: Selbstbedienung für Ihre Geschäftskunden, Entlastung für Ihren Innendienst
Ein B2B-Portal auf Shopware-Basis ist mehr als ein Onlineshop mit Netto-Preisen. Es ist eine digitale Plattform, die Ihren Geschäftskunden Self-Service-Fähigkeiten gibt, die bisher nur über Ihren Innendienst verfügbar waren: individuelle Preise einsehen, Verfügbarkeiten prüfen, Bestellungen aufgeben und nachverfolgen, Rechnungen herunterladen, Nachbestellungen per Klick auslösen.
Manueller Innendienst als Flaschenhals
Ihre Geschäftskunden bestellen per Telefon, E-Mail und Fax. Der Innendienst ist Flaschenhals: Preisanfragen, Bestellstatus, Nachbestellungen — alles manuell. Das skaliert nicht. Bei wachsendem Kundenstamm und steigenden Bestellzahlen wird der Innendienst zum Engpass, der Ihr Wachstum limitiert.
In 5 Schritten zum B2B-Portal.
B2B-Prozessanalyse
Wir analysieren Ihre Geschäftskundenbeziehungen: Wie bestellen Kunden heute? Welche Preismodelle gelten? Welche Freigabeprozesse existieren? Ergebnis: ein B2B-Anforderungskatalog mit klarer MVP-Definition.
Architektur & ERP
Kundenindividuelle Preise aus dem ERP, Bestände in Echtzeit, Bestellungen automatisch als Aufträge im ERP. Wir planen die ERP-Integration parallel zum Portal-Aufbau.
Rollen & Rechte
Unternehmensaccounts mit mehreren Nutzern, Rollen (Besteller, Genehmiger, Administrator), Budgetlimits und Freigabeworkflows mit konfigurierbaren Schwellenwerten.
Self-Service-Features
Schnellbestellung per Artikelnummer, CSV-Upload, Nachbestellung aus der Bestellhistorie, Lieferstatus-Tracking, Rechnungsarchiv und Dashboard mit Budgetverbrauch.
Pilotphase & Rollout
Start mit einer Pilotgruppe von 10–20 digital-affinen Kunden. Korrekturen basierend auf Feedback. Dann schrittweiser Rollout auf alle Kunden mit persönlichem Onboarding.
Investitionsrahmen und Zeitplanung
Ein Shopware-B2B-Portal kostet typischerweise 35.000 bis 100.000 Euro netto, abhängig von der Komplexität der Geschäftslogik (Preismodelle, Freigabeprozesse), der ERP-Integration und dem Umfang der Self-Service-Features. Ein einfaches Portal (Preislisten, Bestellfunktion, Bestellhistorie) liegt am unteren Ende, ein komplexes Setup (mehrstufige Freigaben, kundenindividuelle Preise aus SAP, Budgetmanagement) am oberen. Projektdauer: 10–18 Wochen inklusive ERP-Integration und Pilotphase. Die Amortisation ist typischerweise schnell: Die Innendienst-Entlastung allein rechtfertigt die Investition in 6–12 Monaten.
Großhändler für Reinigungsmittel — 1.200 Geschäftskunden
Ausgangssituation
Ein Reinigungsmittel-Großhändler mit 1.200 Geschäftskunden (Hotels, Krankenhäuser, Gebäudereiniger), 4.500 Artikeln und einem Innendienst von 8 Mitarbeitern bearbeitete täglich 180–220 Bestellungen — fast ausschließlich per Telefon und E-Mail. Jeder Kunde hatte individuelle Preiskonditionen. Die Fehlerquote bei der Bestellerfassung lag bei 3,2 Prozent. Die Innendienst-Kosten beliefen sich auf über 400.000 Euro pro Jahr.
Unser Vorgehen
Wir bauten ein Shopware-B2B-Portal mit: Individuelle Preislisten pro Kunde (synchronisiert aus SAP Business One), Schnellbestellfunktion, Wiederbestellungs-Assistent, Freigabeworkflow (Bestellungen über 2.000 Euro benötigen Freigabe), Bestellhistorie, Rechnungsarchiv und Lieferstatus-Tracking. Die ERP-Integration umfasst: Preise (täglich), Bestände (Echtzeit), Bestellungen (sofort) und Rechnungsdokumente (nach Versand).
Ergebnis
Die Self-Service-Quote stieg von 15 Prozent auf 68 Prozent innerhalb von 6 Monaten. Der Innendienst konnte von 8 auf 4 Mitarbeiter reduziert werden. Die Fehlerquote sank von 3,2 Prozent auf 0,4 Prozent. Die durchschnittliche Bestellfrequenz stieg um 12 Prozent. 45 Prozent der Online-Bestellungen werden außerhalb der Geschäftszeiten aufgegeben. Jährliche Einsparung im Innendienst: über 200.000 Euro. ROI des Portals: Amortisation nach 8 Monaten.